Programm

Die Aktivitäten der TGAM sind darauf ausgerichtet, der Allgemeinmedizin in Tirol jenen Stellenwert verleihen, den sie verdient. Engagement in der Lehre, Forcieren wissenschaftlicher Arbeit und ein Höchstmaß an Serviceangeboten sind wichtige Anliegen.

Programm, veröffentlicht im November 2010

Die neuen Vorstandsmitglieder Dr. Herbert Bachler, Dr. Inge Csaki-Dürr, Dr. Christoph Fischer und Dr. Johanna Schirmer fühlen sich den Grundprinzipien der TGAM verpflichtet, insbesondere der Förderung der Allgemeinmedizin in Praxis und Wissenschaft. Ihr erklärtes Ziel ist es, die erfolgreiche Arbeit der Vergangenheit fortzuführen, aber auch deren Umsetzung in der Verbesserung der universitären Ausbildung zu optimieren und im Sinne der Allgemeinmedizin nachzujustieren.

Nachdem es vor einigen Jahren gelungen ist, die Allgemeinmedizin an der Medizinischen Universität Innsbruck zu etablieren, gilt es nunmehr, die gewachsenen Strukturen sorgfältig zu überprüfen und an die geänderten Bedingungen an der Medizinischen Universität anzupassen. Ziel muss es sein, den Studierenden den Beruf des Hausarztes und damit auch eine mögliche Berufsentscheidung bereits am Anfang des Studiums nahe zu bringen. Dazu ist es notwendig, dass die StudentInnen die vielseitige und interessante Tätigkeit des Allgemeinmediziners in einem biopsychosozialen Gesamtkonzept kennen lernen – die häufig zu beobachtende Angst vor der Verantwortung selbstständiger Praxisarbeit sollte durch ein Höchstmaß an Information und Aufklärung gar nicht erst aufkommen.

Zusätzlich sollte die Vorbereitung der StudentInnen auf das Klinisch-Praktische Jahr weiter optimiert werden – dies vor allem in der Form, ihnen kurz vor dem Beginn des KPJ intensiviert allgemeinmedizinische Inhalte näher zu bringen, wodurch die Studierenden selbst letztlich in höherem Ausmaß als bisher vom KPJ profitieren könnten. Für die Lehrpraxisinhaber wiederum würde eine tatsächliche Kompetenz der KPJ-StudentInnen – also fundiertes theoretisches Wissen, das zumindest kurz vor der praktischen Tätigkeit wieder aufgefrischt wurde – eine Vereinfachung des Ausbildungsverhältnisses bedeuten. Eine Prüfung im Rahmen des KPJ sollte zur weiteren Kompetenzförderung der StudentInnen führen.

Darüber hinaus sieht sich die TGAM in ihrer Funktion als Fachgesellschaft als Servicestelle für alle praktischen ÄrztInnen in Tirol. Im Rahmen des zunehmenden ärztlichen Arbeitens und Lehrens mit Leitlinien zu verschiedenen Krankheitsbildern in der Allgemeinpraxis sollen diese Leitlinien deshalb über die Gesellschaft gesammelt, an die KollegInnen weitergegeben und dann – auch kritisch – diskutiert werden. Das Abhalten von Qualitätszirkeln, ein regelmäßiger Newsletter, die Organisation eines Kongresses für Allgemeinmedizin, die Vernetzung mit der Österreichischen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (ÖGAM) und den Ausschüssen der Medizinischen Universität Innsbruck – all dies soll der Allgemeinmedizin in Tirol jenen Stellenwert verleihen, den sie mehr als verdient.

Alle ÄrztInnen für Allgemeinmedizin für Tirol sind eingeladen, aktiv sich an dieser Entwicklung zu beteiligen und auch der TGAM neu beizutreten – die entsprechenden Formulare gibt es online auf www.tgam.at. Selbstverständlich stehen Ihnen die Vorstandsmitglieder für Auskünfte auch gerne persönlich zu Verfügung.