Leitbild Allgemeinmedizin  Österreichische Hausärzte / Innen

Prospektiv und status quo

Leistungserwartung:

Primäre  und lebenslange Versorgung der Bevölkerung unter Berücksichtigung sämtlicher sozialer, arbeit- und freizeitrelativer, psychischer, somatischer Aspekte, unabhängig von Alter und Geschlecht der Patienten, selbstverantwortlich und weisungsungebunden, immer auf dem besten Stand des Wissens und Gewissens und gemäß den Regeln der medizinischen Wissenschaft :

 Erhaltung, Verbesserung der Gesundheit

- Protektion, Früherkennung, Diagnose und Behandlungseinleitung, Heilung oder Begleitung oft bis zum Tod

- Drehscheibe für Fragen und Bedürfnisse im

a.       intramuralen und poststationären Bereich, Kooperation mit ärztl. Kollegenschaft und Sozialorganisationen im intra- und extramuralen  Bereich

b.      Organisation und Management der sozialen Schiene im täglichen Bedarf

c.       Kooperation und Einbindung der Fachkollegenschaft im täglichen Bedarf

d.      Koordination sämtlicher Einrichtungen des Gesundheits-wesens

Gewährleistung der Primärversorgung in somato-psycho-sozialen Belangen, wohnortnahe, familienfreundlich, arbeitssozial entsprechend, angepaßt an individuelle, familiäre, lokale und regionale Bedürfnisse

f.        Gesunder Wirtschaftsbetrieb

g.       Wahrung des höchsten Ausbildungsniveaus durch optimierte prä-postpromotionelle Ausbildung, Fortbildung und Qualitätssicherung

Besonders Allgemeinmediziner/Innen stehen aufgrund des oben angeführten Arbeitsspektrums im Spannungsfeld zwischen Begehren von 

        Patienten und deren Familien, Arbeitsgeber, soz. Umfeld

        Leistungsfinazierern/ Versicherungen

        Arztfamilie

        Arzt/ Ärztin

        Qualität ärztlicher Leistung (Prozeßqualität)

        Qualität ärztlicher Organisation (Organisationsqualität)

        Ärztekammer

        Staat und Finanzamt

         EU

Wie kann man dieses Spannungsfeld verbessern? Durch

-Öffentlichkeitsarbeit, Kommunikation

-Individuelle, lokale, regionale und leitbilderstellende überregionale moderierte Fortbildungszirkel (z.B. Qualitätszirkel, Balintgruppen, Fokusgruppen) zur Bildung von  Standards und lokalem State of the Art

-Gruppenpraxen zur

Besserung der  Tagesversorgung der Bevölkerung und der familiensozialen Situation des Arztes/ der Ärztin, Förderung interkollegialer  Diskussion vor Ort, angemessenere Übernahme angeführter Leistungsprofile

-Optimierung der wirtschaftlichen Situation von Allgemeinpraxen

-Einrichtung von Lehrstühlen für Allgemeinmedizin, zuständig für Wissenschaft und Forschung, State of the Art unter Berücksichtigung der Qualitätszirkelarbeit, entsprechende prä-und postpromotionale Ausbildung, interfakultäre Berufsbildidentifikation, Öffentlichkeitsarbeit, der Arbeit der Gesellschaften für Allgemeinmedizin, Mitarbeit in Qualitätszirkeln, Beteiligung von Arztpraxen im universitären Bereich, etc.