Mammakarzinom (Dr.Schöpf)

MODUL. Allgemeinmedizinische Fallpräsentationen

Datum: .Juni  2004

Thema: Mammakarzinom

Lehrende: Dr. Doris Schöpf

Lehrinhalte

 Das Mammacarcinom (Brustkrebs) ist die häufigste bösartige Erkrankung der Frau. In einem geringen Prozentsatz kommt das Mammaca.allerdings auch bei Männern vor.  

Mit Hilfe einer wärend der Vorlesung anwesenden Patientin und eines Videos sollen die einzelnen Lehrinhalte Schritt für Schritt erarbeitet werden.

Die weibliche Brust, ein ganz besonderes Organ: (Weibliches Selbstverständnis, Ganzheit, Balance, gesellschaftliche Bedeutung, Nahrungsquelle u. primärer Hautkontakt für den Säugling, erotisch(st)es Sexualorgan mit sehr großer Bedeutung für das Sexualleben)

Diagnostik: (interdisziplinär, derzeitiger Stand)

Nicht invasiv :Tastbefund durch die Frau (Ca.50% werden selbst entdeckt), Anamnese, Inspektion und Brusttastuntersuchung bei der ärztlichen Untersuchung, Mammographie, Sonographie (MRT in Spezialfällen).

Invasiv: Punktion, Biopsie.

Verschiedene Formen des Mammacarcinoms ,Kriterien der Malignität: einzelner Knoten (Größe wichtig), multizentrisches Mammaca., inflammator. Mammaca., exulceriertes Mammaca., M. Paget.

Therapie:(interdisziplinär, derzeitiger Stand)

Operativ: brusterhaltend oder nicht, je nach Tumorart, Größe und Ausdehnung.

Konservativ: Chemotherapie, Strahlentherapie, adjuvante Therapie bei positivem Hormonrezeptorstatus, komplementärmedizin. Therapieformen, psychoonkolog. Begleitung, Selbsthilfegruppen.

Meistens Kombination mehrerer Methoden (Parallel oder in Folge)

Nachsorge: Aufmerksame, umfassende Nachbetreung einer chron. kranken Patientin, mit regelmäßigen Brustkontrollen (palpator., mammographisch), gynäkolog. Kontrollen, regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen zum Ausschluß anderer Erkrankungen, vor denen das Mammacarcinom leider nicht schützt.

Psychosoziale Begleitung im Umgang mit Angst, Scham und möglichen Schuldgefühlen.

In der Allgemeinpraxis Begleitung auf Dauer (im Idealfall über die Genesung hinaus oder palliativ bis zum Tod).  

Prävention:(derzeit)

Nach dem derzeitigen Stand des Wissens kann man nur das Risiko, an einem Mammacarcinom zu erkranken, verringern.

regelmäßige Bewegung

Vermeiden vonÜbergewicht

wenig Alkohol

Hormonersatztherapie nur wenn unbedingt nötig und nicht über 5 Jahre.

Schwangerschaften und Stillen (??)

Genetische Abklärung bei Hochrisikopatientinnen und entsprechend höhere Frequenz der Vorsorgeuntersuchungen.

Engmaschige Ko.nach Traumen der Brust :

(prophylaktische Brustentfernung bei hohem genetischen Risiko) (??)

  Screeningmethoden: (zur Früherkennung, derzeit)

Regelmäßige Tastuntersuchung der Brust durch die Frau.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchung in der Praxis mit Anamnese, Inspektion und Palpation der Brust.

Mammographie ab 40 alle 2 Jahre.

Genetische Screening unter gewissen Vorausetzungen

  Die Prävention spielt eine ganz große Rolle in der Allgemeinpraxis, weil man X-fach Gelegenheit hat, die Patientinnen zu motivieren. Man muß nur die Chancen zu nützen wissen. Die Untersuchung der Brust ist ein fixer Bestandteil der gynäkologischen Vorsorgeuntersuchung (VU 2) und der normalen Vorsorgeuntersuchung (VU 1), die auch gerne als Gesundenuntersuchung bezeichnet wird.

Wenn sich das Mammacarcinom schon nicht verhindern läßt, so läßt sich doch durch die Früherkennung die Überlebensrate und die Lebensqualität dieser Patientinnen deutlich verbessern.

Jede Veränderung der Brust ist so lange malignitätsverdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Lernziele:

Jede Veränderung der Brust ist so lange malignitätsverdächtig, bis das Gegenteil bewiesen ist.

Prävention des Mammacarcinoms durch Verminderung von Risikofaktoren und Forcierung von Screeninguntersuchungen

Diagnosemöglichkeiten und deren Management (derzeit)

Therapiemöglichkeiten und deren Management (derzeit)

Nachsorge in der Allgemeinpraxis im Bewußtsein der chron. Krankheit bis zum Ende der Arzt/in - Patient/in – Beziehung ( Im Idealfall über die Heilung hinaus, oder palliativ bis zum Tod)

Prävention, Diagnose und Therapie ändern sich laufend. Das Wissen ist daher z. T. nur ein vorläufiges.

Richtlinien sind z. T. Idealvorstellungen, die aus verschiedensten Gründen (noch) nicht (immer) umgesetzt werden können: z. B.: Doppelbefundung von Mammographien; durchgehende interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Empfohlene Literatur:

 Texte der Grundfächer: Anatomie, Histologie

www.oeggg.at

www.canceranswers.org/links.htm

www.mammaca.de

 

 

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Letzte Bearbeitung:

11. Dezember 2004

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