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Lehrinhalte
Das Mammacarcinom (Brustkrebs) ist die häufigste bösartige Erkrankung
der Frau. In einem geringen Prozentsatz kommt das
Mammaca.allerdings auch bei Männern vor.
Mit Hilfe einer wärend der Vorlesung anwesenden Patientin und eines
Videos sollen die einzelnen Lehrinhalte Schritt für Schritt
erarbeitet werden.
•Die weibliche Brust, ein ganz besonderes Organ:
(Weibliches Selbstverständnis, Ganzheit, Balance,
gesellschaftliche Bedeutung, Nahrungsquelle u. primärer
Hautkontakt für den Säugling, erotisch(st)es Sexualorgan mit
sehr großer Bedeutung für das Sexualleben)
•Diagnostik:
(interdisziplinär, derzeitiger Stand)
Nicht
invasiv
:Tastbefund
durch die Frau (Ca.50% werden selbst entdeckt), Anamnese,
Inspektion und Brusttastuntersuchung bei der ärztlichen
Untersuchung, Mammographie, Sonographie (MRT in Spezialfällen).
Invasiv:
Punktion, Biopsie.
•Verschiedene Formen des Mammacarcinoms
,Kriterien der Malignität: einzelner Knoten (Größe wichtig), multizentrisches Mammaca.,
inflammator. Mammaca., exulceriertes Mammaca., M. Paget.
•Therapie:(interdisziplinär,
derzeitiger Stand)
Operativ:
brusterhaltend oder nicht, je nach Tumorart, Größe und
Ausdehnung.
Konservativ:
Chemotherapie, Strahlentherapie, adjuvante Therapie bei positivem
Hormonrezeptorstatus, komplementärmedizin. Therapieformen,
psychoonkolog. Begleitung, Selbsthilfegruppen.
Meistens
Kombination mehrerer Methoden (Parallel oder in Folge)
•Nachsorge:
Aufmerksame, umfassende Nachbetreung einer chron. kranken
Patientin, mit regelmäßigen Brustkontrollen (palpator.,
mammographisch), gynäkolog. Kontrollen, regelmäßigen
Vorsorgeuntersuchungen zum Ausschluß anderer Erkrankungen, vor
denen das Mammacarcinom leider nicht schützt.
Psychosoziale
Begleitung im Umgang mit Angst, Scham und möglichen Schuldgefühlen.
•In
der Allgemeinpraxis Begleitung auf Dauer (im Idealfall über die
Genesung hinaus oder palliativ bis zum Tod).
•Prävention:(derzeit)
Nach
dem derzeitigen
Stand des Wissens kann man nur das Risiko, an einem Mammacarcinom
zu erkranken, verringern.
regelmäßige
Bewegung
Vermeiden
vonÜbergewicht
wenig
Alkohol
Hormonersatztherapie
nur wenn unbedingt nötig und nicht über 5 Jahre.
Schwangerschaften
und Stillen (??)
Genetische
Abklärung bei Hochrisikopatientinnen und entsprechend höhere
Frequenz der Vorsorgeuntersuchungen.
Engmaschige
Ko.nach Traumen der Brust :
(prophylaktische
Brustentfernung bei hohem genetischen Risiko) (??)
Screeningmethoden:
(zur Früherkennung, derzeit)
Regelmäßige
Tastuntersuchung der Brust durch die Frau.
Regelmäßige
Vorsorgeuntersuchung in der Praxis mit Anamnese, Inspektion und
Palpation der Brust.
Mammographie
ab 40 alle 2 Jahre.
Genetische
Screening unter gewissen Vorausetzungen
Die Prävention spielt eine ganz große Rolle in der Allgemeinpraxis,
weil man X-fach Gelegenheit hat, die Patientinnen zu motivieren.
Man muß nur die Chancen zu nützen wissen. Die Untersuchung der
Brust ist ein fixer Bestandteil der gynäkologischen
Vorsorgeuntersuchung (VU 2) und der normalen Vorsorgeuntersuchung
(VU 1), die auch gerne als Gesundenuntersuchung bezeichnet wird.
Wenn sich das Mammacarcinom schon nicht verhindern läßt, so läßt
sich doch durch die Früherkennung die Überlebensrate und die
Lebensqualität dieser Patientinnen deutlich verbessern.
Jede
Veränderung der Brust ist so lange malignitätsverdächtig, bis
das Gegenteil bewiesen ist.
Lernziele:
•Jede Veränderung der Brust ist so lange malignitätsverdächtig,
bis das Gegenteil bewiesen ist.
•Prävention
des Mammacarcinoms durch Verminderung von Risikofaktoren und
Forcierung von Screeninguntersuchungen
•Diagnosemöglichkeiten
und deren Management (derzeit)
•Therapiemöglichkeiten
und deren Management (derzeit)
•Nachsorge
in der Allgemeinpraxis im Bewußtsein der chron. Krankheit bis zum
Ende der Arzt/in - Patient/in – Beziehung ( Im Idealfall über
die Heilung hinaus, oder palliativ bis zum Tod)
•Prävention,
Diagnose und Therapie ändern sich laufend. Das Wissen ist daher
z. T. nur ein vorläufiges.
•Richtlinien
sind z. T. Idealvorstellungen, die aus verschiedensten Gründen
(noch) nicht (immer) umgesetzt werden können: z. B.:
Doppelbefundung von Mammographien; durchgehende interdisziplinäre
Zusammenarbeit.
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