TGAM-INFO-6/2006

Erhöht auch Paracetamol das Risiko von Blutungen im oberen Gastrointestinaltrakt?

Kufner, P. Fischer, C.

Eine Fall-Kontroll-Studie, die sich auf Verschreibungsdaten stützte, ergab, dass unter höheren Paracetamol-Dosen das Risiko von gastroduodenalen Blutungen zunimmt. Global wiesen Personen, die in den zurückliegenden 30 Tagen Paracetamol verwendet hatten, ein minimal höheres Risiko auf als Personen, bei denen kein Paracetamol verordnet war (Faktor 1,3); bei Paracetamol-Dosen von mehr als 2 g/Tag stieg das Risiko dagegen deutlich (Faktor 3,6) und war ähnlich hoch wie bei Personen, die nicht-steroidale Entzündungshemmer in einer niedrigen bis mittleren Dosis genommen hatten (z.B. Ibuprofen = 1200 mg/Tag, Diclofenac = 75 mg/Tag).

Abstract der Fall-Kontroll-Studie aus «Epidemiology»: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/entrez/query.fcgi?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=11505178&dopt=Abstract

Quelle:  www.infomed.org

Die Verfasser: 

Kufner Peter Dr. med. Arzt für Allgemeinmedizin Innsbruck, Modulkoordinator der AM-Lehre und Honorarprofessor der Medizin-Uni IBK,

Fischer Christoph Dr. med. praktischer Arzt Sistrans, Lehrbeauftragter für  AM Medizin-Uni IBK,Interessenskonflikte:  keine

 
 

 

 

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Letzte Bearbeitung:

24. Oktober 2006

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