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Brustkrebs
Epidemiologie:
Kufner, P. Fischer, C.
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Brustkrebs –
Todesfälle und Risiko des Einzelnen:
Quelle:
Tumorregister Tirol
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Altersgruppe
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% der Erkrankungen
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Sterberisiko pro Jahr
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<40
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2%
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1 : 46 000
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40-50
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8%
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1 : 4 400
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50-60
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16%
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1 : 1 700
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60-70
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22%
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1 : 1 300
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70-80
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26%
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1 : 860
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>80
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26%
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1 : 490
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Quelle: Statistisches Bundesamt BRD 2000
Risikoerhöhung bei Erkrankung Verwandter 1. Grades
von 1000 Frauen erkranken in den nächsten 10 Jahren
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jetziges Alter
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ohne
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1 Verwandter 1.°
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2 Verwandte 1.°
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20
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0
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1
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2
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30
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4
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10 ( 1 : 2,5)
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20 (1 : 5)
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40
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14
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25 (1 : 1,8)
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52 (1 : 3,7)
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50
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19
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32 (1 : 1,7)
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53 (1 : 2,8)
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60
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23
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35 (1 . 1,9)
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56 (1 : 2,4)
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70
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25
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42 (1 : 1,7)
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57 (1 : 2,3)
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Quelle: Collaborative Group on Hormonal Factorism
Breast Cancer, 2002
Die meisten
( schätzungsweise 96%) aller Mamma-Karzinome gehen auf spontane
Mutationen zurück, nur ein kleiner Teil, ca. 4 % aller
Brustkrebsfälle beruhen auf vererbten Mutationen. Bisher sind
zwei Mutationen BRCA1 und BRCA2 entdeckt. Diese sind für
schätzungsweise 50-75% aller erblichen Mamma-Karzinome
verantwortlich. Die erbliche Form manifestiert meist wesentlich
früher, in der Altersgruppe der 30 Jährigen findet sich der
stärkste Faktor. Die Penetranz der Mutationen BRCA 1 u. 2 ist sehr
hoch, in der Literatur werden Zahlen zwischen 80 und 90%
Erkrankungswahrscheinlichkeit bis zum 80. Lj. genannt. Bei
diesen Mutationen besteht auch ein erheblich höheres Risiko für
Ovarial-Karzinome, und eine leichte Risikoerhöhung für Darm und
Prostata-Karzinome.( Zielinski, C. Hrsg.: Empfehlungen zur
Früherkennung maligner Tumore in Österreich 2000)
Risikoerhöhung durch Hormonersatz
in der Postmenopause gilt mittlerweile als gesichert,
unter 5 Jahren Behandlungsdauer sind Effekte nicht signifikant,
über 10 Jahren Behandlungsdauer rechnet man mit einer
Risikoerhöhung um 1 : 1,4.(pers. Mitteilung Winkler H.) Dies
korreliert auch gut mit der Altersverteilung im Tiroler
Tumorregister, zur Zeit der Menopause zeigt der altersbedingte
Anstieg einen deutlichen Knick.(s.o.) Der Umstand, dass
adipöse Patientinnen in der Postmenopause ein leicht erhöhtes
Risiko aufweisen, geht vermutlich auf die Östrogenproduktion des
Fettgewebes zurück.
Schwangerschaft und Stillen
reduzieren das Brustkrebsrisiko insbesondere wenn die
1 Schwangerschaft vor dem 30. Lebensjahr eintrat, rechnet man bei
einer Frau die 2 Kinder geboren und gestillt hat mit einer
Risikominderung um 1/3 bis ½. Anderseits findet sich bei
spätgebärenden und kinderlosen Frauen eine höhere Inzidenz.
In der Zeit zwischen Pubertät und 1. Laktationsperiode besteht
offenbar ein etwas höheres Entartungsrisiko. Das endgültige
Ausreifen der Brustdrüse in der 1. Schwangerschaft mindert dieses
Risiko.
Regelblutungen :
Das Brustkrebsrisiko korreliert vermutlich mit der
Gesamtzahl der Zyklen, Menarche mit 15 verringert das Risiko
gegenüber Menarche mit 13 ca. um 1/7, Menopause mit 45 verringert
das Risiko gegenüber Menopause mit 55 um die Hälfte.
(
Clavel-Chapelon, F.: >>different effects of reproductive
factorson the risk of pre- and postmenopausal brest cancer.<<
British Journal of Cancer 2002/86/723)
Die Verfasser:
Kufner Peter Dr. med. Arzt für Allgemeinmedizin
Innsbruck, Modulkoordinator der AM-Lehre und Honorarprofessor der
Medizin-Uni IBK,
Fischer Christoph Dr. med. praktischer Arzt Sistrans,
Lehrbeauftragter für AM Medizin-Uni IBK,
Interessenskonflikte: keine
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